ISOCoatedV2 ist das meist verwendete Profil in der Druckindustrie Europas. Es steht für das häufigste Druckverfahren: Offsetdruck auf mattem oder glänzenden Bilderdruckpapier. So verwundert es nicht, dass die meisten Druckereien ISOCoatedV2 als Profil für Drucksachen voraussetzen. ISOCoatedV2 ist sowohl für glänzendes als auch mattes Bilderdruckpapier gültig, da sich die beiden Papiere in der Farbigkeit des Ergebnisses kaum unterscheiden.
Bei den Online-Druckereien, die zeitkritische Druckaufträge zu erledigen haben ist eine abgewandelte Variante im Einsatz: ISOCoatedV2 300%. In diesem Profil ist der Farbauftrag im Gegensatz zu ISOCoatedV2 anstelle von 330% auf 300% begrenzt. Diese Begrenzung unterstützt die schnellere Trocknung des Papiers, was eine schnellere Weiterverarbeitung begünstigt. Beide Profile basieren auf dem Farbraum “Fogra39” und werden auch nach diesem z.B. im Proof ausgewertet.
Derzeit wird an der Weiterentwicklung von ISOCoatedV2 geforscht und entwickelt. Fogra 51 wird in den kommenden Jahren ISOCoatedV2 als Standard ablösen und befindet sich derzeit in der Betaphase.
Als Standardprofile z.B. in Adobe InDesign oder Adobe Photoshop bietet sich im Design in Europa folgende Einstellungen an:
CMYK Profil: ISOCoatedV2
RGB Profil: ECIRGBv2 oder Adobe RGB 1998
Graustufen: “Dot Gain 15%” oder “Schwarze Druckfarbe ISCoatedV2″.
Auch im Proof Bereich ist das Profil ISOCoatedV2 der absolute Standard. Dienstleister wie die Proof GmbH in Tübingen erstellen rund 90% aller Proofs im Standard ISOCoatedV2.
Das Profil ISO Coated v2 setzt sich aus folgenden Einstellungen zusammen:
- Schwarz-Länge: 9 (Einsatzpunkt 10%)
- Schwarz-Breite: 10
- max. Flächendeckung: 330% (bei ISOCoatedV2 300%: 300%)
- max. Schwarz: 95%
- „Gamut-Mapping“-Option „Einstellung: Stufe-2
| Profildateiname |
Profilname |
Druckbedingung |
Charakterisierungsdaten |
| ISOcoated_v2_eci.icc |
ISO Coated v2 (ECI) |
Papiertyp 1 und 2, glänzend und matt gestrichen Bilderdruck, Tonwertzunahmekurven 1 (CMY) und 2 (K) aus ISO 12647-2:2004 |
FOGRA39L |
Tonwertzunahme gemessen in einem 40%-Kontrollfeld:
Kurve 1: 13% • Kurve 2: 16%
Zum Download des ISO Coated v2 Profils: http://www.eci.org
Seit 2015 ist der Nachfolger von ISOCoatedV2 erschienen: PSOCoatedV3. Auch Jahre später hat sich der neue Standard aufgrund der immensen Verbreitung von ISOCoatedV2 noch nicht umfassend am Druckmarkt durchsetzen können. So sind heute bei den gängigsten Druckereien nach wie vor beide Standards zu finden.
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Auch beinahe 9 Jahre nach der Vorstellung des Nachfolge-Farbraumes PSOCoatedV3 ist ISOCoatedV2 / FOGRA39 immer noch der verbreitetste Farbraum in Europa. Wir von der Proof GmbH zählen immer mal wieder überschlägig rund 200 Jobs für u.a. den Bundesverband Druck- und Medien, in der letzten Zählung kamen Proofs in ISOCoatedV2 auf rund 68% aller Proofjobs bei uns. Ein deutliches Zeichen für die weiter hohe Verbreitung des Farbraumes. ISOCoatedV2: Vom klassischen Farbraum zum Leuchtturm der Industrie Neben den Druck-Proofs für den Offsetdruck auf Bilderdruckpapier fallen aber auch zahlreiche Anwendungen mehr in denweiterlesen
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Digimarc ist ein digitales Wasserzeichen, mit dem Informationen in Bilder, Videos oder andere Medien eingebettet werden können. Digimarc Wasserzeichen sind für das menschliche Auge unsichtbar, bleiben aber für spezielle Software oder Geräte erkennbar. Insbesondere im Verpackungsbereich wird Digimarc zunehmend stärker, da mit dieser Technologie die Ziffern des EAN Barcodes und mehr unsichtbar auf allen Bereichen der Verpackung aufgebracht werden können. Digimarc und EAN Barcode an der Supermarktkasse Beim Scannen an der Kasse muss das Kassenpersonal dadurch nicht zuerst auf der Verpackung den EAN Code suchen um diesen über den Scannerweiterlesen
Sehr geehrter Herr Betz,
vielen Dank für den Artikel. Ich habe mich im Internet versucht zu erkundigen, finde aber auf meine Frage leider keine Antwort. Ich hoffe, Sie können da ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Meine Frage bezieht sich auf den Aufbau des Iso Coated V2 Profils, bzw. auf die Umwandlung der CMYK Werte beim Druck.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt die Schwarz-Länge an, welcher Tonwertumfang sich für den Aufbau in schwarz eignet. Schwarz-Länge 9 ist ja ein eher langes schwarz, was dazu führen sollte, dass die Umwandlung schon in den Vierteltönen stattfinden müsste. Bedeutet das also, dass meine CMYK Werte im Druck dann zusätzlich mit schwarz angereichert werden, auch wenn betroffene Flächen gar kein schwarz enthalten?
Vielen Dank vorab!